Der Regisseur von „Fifty Shades of Grey“, James Foley, ist im Alter von 71 Jahren verstorben. Bereits seit einem Jahr litt der Meister atmosphärischer Noir-Filme an einem Gehirntumor, dem er Anfang der Woche zu Hause in Los Angeles erlegen ist. Er hinterlässt ein beeindruckendes filmisches Erbe.
Der US-amerikanische Regisseur James Foley ist für zahlreiche Kultfilme und Episoden bekannt, darunter für „Fifty Shades of Grey“, „House of Cards“ und „Glengarry Glen Ross“. Er litt bereits seit einem Jahr an einem Gehirntumor. Wie das Branchenmagazin „Variety“ berichtet, hat er den Kampf gegen die Krankheit nun verloren. Er verstarb bereits Anfang der Woche im Alter von 71 Jahren in seinem Haus in Los Angeles.
Beeindruckender filmischer Nachlass von James Foley
Das bekannteste Werk von James Foley ist wahrscheinlich die Verfilmung von „Glengarry Glen Ross“ von 1992 von David Mamet. In dem Kultfilm wurde Al Pacino für einen Oscar nominiert. Zur hochkarätigen Besetzung gehörten auch Alec Baldwin, Jack Lemmon, Alan Arkin und Ed Harris. Heute gilt der Film als moderner Klassiker. Sein Debüt als Regisseur gab James Foley 1984 mit „Reckless“ mit Aidan Quinn und Daryl Hannah. Zu „Gefährliche Freundin“ mit Sean Penn und Christopher Walken steuerte die damals mit Sean Penn verheiratete Madonna den Song „Live to Tell“ bei.
Weitere bekannte Werke von James Foley sind „Conference“ und „Two Bits“, beide mit Al Pacino, „After Dark, My Sweet“ und der Thriller „Perfect Stranger“ mit Bruce Willis und Halle Berry. James Foley führte auch Regie bei den letzten beiden Fortsetzungen von „Fifty Shades of Grey“. Von der erfolgreichen Netflix-Serie „House of Cards“ inszenierte er von 2013 bis 2015 zwölf Episoden. James Foley war auch an „Hannibal“, „Billions“ und „Twin Peaks“ beteiligt.
Flop mit Madonna als einschneidende Erfahrung
James Foley und Madonna arbeiteten an verschiedenen Musikvideos zusammen. Der Spielfilm „Who’s That Girl“ mit Madonna, bei dem Foley Regie führte, erwies sich an den Kinokassen als Flop. James Foley bezeichnet das als große Lebenserfahrung. Er gestand, dass der erste Misserfolg für ihn schockierend war.
Familie von James Foley
James Foley wurde 1953 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren. Eigentlich wollte er Psychologe werden, doch er entdeckte sein Inszenierungstalent. Er hinterlässt einen Bruder, zwei Schwestern und einen Neffen. Sein Bruder Gerald ist bereits verstorben.
Quellen: Variety, Gala, VIP.de


