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Sandra Bullock nimmt Filmrollen nur noch an, wenn ihre Kinder schulfrei haben

Sandra Bullock kehrt nach vier Jahren Pause mit Practical Magic 2 auf die Kinoleinwand zurück – allerdings unter einer ganz persönlichen Bedingung. Die 61-jährige Oscar-Preisträgerin hat am 16. April 2026 beim CNBC Changemakers Summit in New York erklärt, dass sie das Sequel zum Kultfilm von 1998 nur deshalb angenommen habe, weil der Drehzeitraum mit den Schulferien ihrer beiden Kinder zusammenfiel. „Ich werde meine Zeit mit meinen Kindern nicht opfern“, sagte Bullock auf der Bühne neben Pam Abdy, Co-Chair und CEO von Warner Bros. Motion Pictures. Es ist eine Haltung, die sie seit Jahren vertritt, und die erklärt, warum die Schauspielerin zwischen 2022 und diesem Projekt bewusst aus Hollywood verschwunden war.

Die Rückkehr nach vier Jahren – und ihre Bedingung

Practical Magic 2 ist Bullocks erster großer Film seit The Lost City im Jahr 2022. Dass ausgerechnet dieses Projekt die Pause beendet, ist kein Zufall. Moderatorin Julia Boorstin fragte auf der Summit-Bühne nach, wie die Entscheidung zustande kam, und Bullock erklärte es mit ungewohnter Klarheit. Sie habe den Film zu diesem Zeitpunkt gemacht, weil sie gewusst habe, dass ihre Kinder gerade schulfrei hätten. „Sie wären glücklich, wenn ich weg wäre, ich wäre es nicht“, sagte sie. Ein Satz, der die professionelle PR-Distanz sofort sprengt und zeigt, wie ehrlich die Schauspielerin ihre eigene Befindlichkeit offenlegt.

Bullock ist Mutter von Louis, 16, und Laila, 12 – beide Kinder hat sie als alleinerziehende Mutter adoptiert, zunächst Louis im Jahr 2010, später Laila im Jahr 2015. Dass sie ihre Arbeit um die beiden herum plant und nicht umgekehrt, sei in der Filmbranche kein Selbstverständlichkeit. „Ich leiste nicht meine beste Arbeit, wenn meine Kinder zu kämpfen haben oder etwas brauchen und ich es ihnen nicht ermöglichen kann“, führte Bullock aus. „Ich ziehe meine Kinder groß, niemand sonst.“ Zu dieser nüchternen Selbstauskunft kam ein Satz, der bei vielen Eltern im Publikum offenbar ins Schwarze traf: Sie habe den Luxus, das in dieser Branche durchziehen zu können, und sie wisse, dass viele Menschen diesen Luxus nicht hätten. Sie verstehe den Schmerz und die Angst, die andere spürten, wenn sie arbeiten müssten und gleichzeitig dächten: „Ich bin jetzt nicht dort, wo ich sein sollte.“

Der Auftritt auf der CNBC Changemakers Summit

Bullock war nicht als Einzelgast geladen, sondern gemeinsam mit Pam Abdy, die in der von CNBC jährlich veröffentlichten Changemakers-Liste geführt wird. Das Panel war formal auf die wirtschaftliche und kreative Ausrichtung von Warner Bros. fokussiert, gerade angesichts der laufenden Übernahmegespräche zwischen Paramount und Warner Bros. Discovery. Inhaltlich drehte sich das Gespräch aber ebenso um die konkrete Entstehung von Practical Magic 2 wie um die Frage, wie moderne Produktionen familiäre Realitäten berücksichtigen können. Abdy betonte, es sei in Ordnung, die eigenen Bedürfnisse klar auszusprechen: „Wenn alle zusammenarbeiten und alle ehrlich darüber sind, was sie brauchen, können wir versuchen, allen gerecht zu werden.“

Bullock nutzte die Bühne auch, um Abdys Führungsstil zu loben. Sie bezeichnete die Warner-Bros.-CEO als „ehrlich“ und „transparent“, eine Kombination, die in der Branche inzwischen selten geworden sei. Sie fühle sich erstmals seit Langem wieder kreativ und aufgeregt. Nebenbei äußerte sich Bullock zu einem Thema, das Hollywood derzeit parallel beschäftigt: Fanbasierte KI-Trailer zu Practical Magic 2, die online bereits zirkulieren, bevor der offizielle Trailer überhaupt veröffentlicht wurde. Bullock reagierte lakonisch: Mit ihrem Bild könne man Schlimmeres machen. Gleichzeitig empfahl sie der Branche, sich der Technologie zu stellen, statt sie zu verdrängen – man müsse sie verstehen, sie nutzen und „zum Freund machen“, ohne dabei die Gefahren aus dem Blick zu verlieren.

Practical Magic 2 und der Weg zum Comeback

Die Entstehung des Sequels hat Bullock ebenfalls ausführlich geschildert. Mehrere Versuche, einen zweiten Teil anzuschieben, habe sie abgelehnt, weil ihr der richtige Zugang gefehlt habe. Erst als Pam Abdy und Mike De Luca sie erneut darauf ansprachen und Bullock parallel eine eigene Idee entwickelt habe, habe sie ihre Produktionspartnerin Denise Di Novi, mit der sie bereits den ersten Film produziert hat, angerufen. Di Novi habe ihr bei der Beschreibung dieser Idee mitgeteilt, dass diese bereits im zweiten Practical-Magic-Buch der Autorin Alice Hoffman enthalten sei. Dieser Hinweis habe die Sache für Bullock erst in Bewegung gebracht.

Gedreht wurde der Film in London, wo die steuerlichen Anreize nach Bullocks Worten groß genug gewesen seien, um emotional und visuell das umzusetzen, was sich die Filmemacher vorstellten, und das zu einem Preis, den Warner Bros. bezahlen konnte. Nicole Kidman kehrt in ihrer ursprünglichen Rolle als Schwester an Bullocks Seite zurück. Beide präsentierten auf der CinemaCon 2026 erste Ausschnitte. Kidman versprach dem Publikum Mitternachts-Margaritas, einen Sprung vom Dach und die Vergangenheit der Hexen, die ihnen auf den Fersen bleibt – Bilder, die alte Fans des Originals sofort an die surreale, komische und gleichzeitig melancholische Tonlage des 1998er Films erinnern dürften. Der Kinostart ist für September 2026 geplant.

Für Bullock persönlich ist das Comeback auch biografisch aufgeladen. Ihr langjähriger Lebensgefährte Bryan Randall verstarb im August 2023 nach einem drei Jahre lang im Privaten geführten Kampf gegen ALS. In einem ersten öffentlichen Auftritt nach seinem Tod wirkte Bullock gefasst, aber spürbar verändert, und mehrere Weggefährten berichteten in den Monaten danach, sie habe sich ganz auf die Familie zurückgezogen. Dass sie jetzt überhaupt wieder eine Hauptrolle übernimmt, ist in dieser Lesart weniger ein Karrierepuls als ein behutsames Zurückkommen, das sich exakt nach den Schulferien ihrer Kinder richtet.

Eine Regel, die die Branche ernst nehmen sollte

Sandra Bullocks Aussage auf der CNBC-Summit wirkt auf den ersten Blick wie eine kleine persönliche Anekdote. Tatsächlich ist sie ein Statement mit Haltung. Eine A-List-Schauspielerin erklärt öffentlich, dass ihre Familie der Ausgangspunkt jeder Terminplanung ist und nicht der Zusatz am Ende eines Drehplans. Dass Warner Bros. diese Bedingung akzeptiert und sogar ausdrücklich feiert, ist ein Hinweis darauf, wie sich die Verhandlungspositionen in Hollywood verschoben haben, zumindest für Stars mit Bullocks Statur. Für alle anderen in der Branche – Crewmitglieder, Stuntleute, Statisten, Menschen ohne eigene Entourage – bleibt genau jener Satz hängen, den Bullock ebenfalls ausgesprochen hat: dass ihr Luxus nicht für alle gilt. Practical Magic 2 wird im September auf der Leinwand darüber hinausweisen. Die Diskussion, die diese Pressetour bereits angestoßen hat, könnte länger Bestand haben als der Film selbst.

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Written by Vanessa Dahmens

Vanessa Dahmens ist Chefredakteurin von prominews.com und verantwortet die inhaltliche Ausrichtung des Portals mit Fokus auf Prominente, VIPs, Royals und aktuelle Entertainment-News. Seit mehreren Jahren arbeitet sie journalistisch im Bereich People, Medien und Popkultur und verfügt über umfassende Erfahrung in der redaktionellen Aufbereitung von Promi-Themen für ein breites Online-Publikum.

Als Chefredakteurin legt Vanessa Dahmens besonderen Wert auf journalistische Sorgfalt, Quellenbewertung und verantwortungsvolle Berichterstattung. Ihr Anspruch ist es, aktuelle Promi-News nicht nur schnell, sondern auch korrekt, einordnend und transparent zu veröffentlichen – insbesondere bei sensiblen Themen wie privaten Krisen, rechtlichen Auseinandersetzungen oder öffentlichen Kontroversen.

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