Jason Momoa bekommt das nächste große Franchise auf den Speer – und diesmal kommt es direkt aus der Gaming-Welt. Der Hollywood-Star soll die Hauptrolle in der geplanten Verfilmung von „Helldivers“ übernehmen. Hinter dem Projekt stehen PlayStation Productions und Sony Pictures, also genau das Duo, das schon länger daran arbeitet, Games in Kino- und Serien-Formate zu übersetzen.
Während Fans noch rätseln, wie man den satirisch-militärischen Ton der Vorlage perfekt einfängt, ist der Fahrplan für das Projekt bereits klar umrissen: Regie führt Justin Lin, der mit den „Fast & Furious“-Filmen gezeigt hat, dass er Action-Chaos groß denken kann – inklusive Tempo, Wucht und Bildsprache, die auf einer Kinoleinwand funktioniert.
Von der Konsole auf die große Leinwand
Die „Helldivers“-Reihe startete 2015, doch erst „Helldivers 2“ wurde zum echten Popkultur-Phänomen: Koop-Shooter, Community-Hype, Meme-Kultur – und dieser bewusst überzeichnete „Super Earth“-Patriotismus, der zwischen Kriegsfilm-Parodie und Space-Oper pendelt. Genau diese Mischung macht die Marke so attraktiv für Hollywood: Es ist Action, aber mit Wiedererkennungswert und einer Welt, die größer wirkt als das reine Gefecht.
Im Kern geht es um eine Eliteeinheit – die Helldivers – die im Namen von Super Earth außerirdische Bedrohungen bekämpft. Klingt nach klassischer Sci-Fi, hat aber durch den ironischen Unterton der Spiele eine eigene Identität. Und genau da liegt die spannende Frage: Wird der Film eher ernst und düster – oder übernimmt er den sarkastischen Propaganda-Charme der Vorlage?
Justin Lin am Steuer: Action ist gesetzt
Dass Justin Lin die Regie übernimmt, ist ein deutliches Signal: Sony will keinen „kleinen“ Fanfilm-Vibe, sondern eine große, massentaugliche Kino-Actionnummer. Lin steht für wuchtige Setpieces, klare Dynamik und Blockbuster-Rhythmus. Für „Helldivers“ bedeutet das vermutlich: mehr Schlachtfeld, mehr Spektakel, mehr „Wir müssen diese Mission jetzt gewinnen“-Druck.
Ob der Film dabei stärker auf Truppe-und-Kameradschaft setzt oder Momoa als klare Identifikationsfigur in den Mittelpunkt rückt, bleibt offen – aber ein Star dieser Größenordnung wird kaum „nur“ Teil eines Ensembles sein.
Helldivers 2 als Erfolgsmaschine – und inzwischen noch größer
Dass Sony ausgerechnet jetzt auf „Helldivers“ setzt, überrascht nicht. „Helldivers 2“ entwickelte sich 2024 zu einem der größten Multiplayer-Hits des Jahres und lieferte den perfekten Beweis, dass die Marke nicht nur Hardcore-Spieler erreicht, sondern den Mainstream knackt. Später folgte auch der Schritt auf weitere Plattformen – inklusive Xbox Series X|S – was die Reichweite der Reihe noch einmal spürbar erweitert hat.
Für Hollywood ist das die Idealkombination: ein bekannter Name, ein aktives Community-Ökosystem und ein Universum, das nach Fortsetzungen, Spin-offs und Merch schreit.
Kinostart ist bereits terminiert
Besonders auffällig: Sony plant langfristig – denn der Film hat bereits einen konkreten Kinotermin. „Helldivers“ soll am 10. November 2027 in die Kinos kommen. Bis dahin bleibt genug Zeit für Casting-Nachschläge, erste Story-Details und die entscheidende Tonfrage: Wird das Ganze eine bissige Sci-Fi-Satire mit brachialen Kämpfen – oder ein geradliniger Actionkrieg im All?
Momoa im Dauerlauf: Das nächste Franchise im Regal
Für Momoa passt „Helldivers“ perfekt in eine Phase, in der er gefühlt permanent zwischen Großprojekten pendelt. Ob Superhelden-Vergangenheit, Sci-Fi-Franchises oder Actionrollen – Momoa ist längst in der Kategorie „Event-Casting“ angekommen. Ein „Helldivers“-Film mit ihm als Gesicht könnte genau der Push sein, der aus einem Spielehit auch eine Kinomarke macht.

