Die erfolgreiche Thriller-Autorin Freida McFadden hat ihre wahre Identität preisgegeben: Hinter dem Pseudonym verbirgt sich die Neurologin Sara Cohen. Die Ärztin und Schriftstellerin entschied sich nach dem weltweiten Erfolg ihres Romans „The Housemaid“ dazu, offen über ihren bürgerlichen Namen und ihre Doppelkarriere zu sprechen. Die Enthüllung erfolgte über ihre sozialen Medien, wo sie Millionen von Followern über ihre bisherige Geheimhaltung aufklärte.
Medizinstudium nach Harvard-Abschluss in Mathematik
Sara Cohen absolvierte zunächst ein Mathematikstudium an der renommierten Harvard University. Die analytischen Fähigkeiten, die sie an der Ivy-League-Universität entwickelte, prägten sowohl ihre spätere medizinische Laufbahn als auch ihr schriftstellerisches Schaffen. Anschließend wechselte sie zur Stony Brook University, um Medizin zu studieren. Der Übergang von der reinen Mathematik zur angewandten Medizin war für Cohen eine natürliche Entwicklung.
Bereits während ihrer Ausbildungsjahre begann Cohen mit dem Schreiben literarischer Texte. Die Disziplin, die sie durch das anspruchsvolle Medizinstudium entwickelte, half ihr dabei, beide Leidenschaften parallel zu verfolgen. Erste Veröffentlichungen entstanden noch während ihrer Studienzeit. Ihre mathematische Ausbildung spiegelt sich heute in der präzisen Plotkonstruktion ihrer Thriller wider, die für ihre unvorhersehbaren Wendungen bekannt sind.
Die Kombination aus wissenschaftlichem Denken und kreativer Erzählkunst macht Cohens Arbeitsweise einzigartig. Sie nutzt medizinisches Fachwissen, um authentische Charaktere zu erschaffen und realistische Szenarien zu entwickeln. Viele ihrer Thriller enthalten subtile medizinische Details, die nur ein Fachmann so präzise darstellen könnte.
Neurologin reduziert Praxistätigkeit für Schreibkarriere
Cohen spezialisierte sich als Fachärztin für Neurologie und behandelte jahrelang Patienten mit Erkrankungen des Nervensystems. Mit dem wachsenden Erfolg ihrer Thriller entschied sie sich 2023, ihre Vollzeittätigkeit im Krankenhaus zu beenden. Heute arbeitet die Ärztin nur noch ein bis zwei Mal monatlich in der Praxis. Diese drastische Reduzierung war eine schwierige Entscheidung, da sie ihre Patienten sehr schätzte.
Die Reduzierung ihrer medizinischen Tätigkeit ermöglicht es Cohen, sich stärker auf das Schreiben zu konzentrieren. Ihre Thriller, darunter der Bestseller „The Housemaid“, der sogar mit Sydney Sweeney und Amanda Seyfried verfilmt wurde, haben internationale Anerkennung gefunden. Der Roman verkaufte sich weltweit über zwei Millionen Mal und stand monatelang auf der New York Times Bestsellerliste.
Trotz des reduzierten Umfangs möchte Cohen ihre medizinische Lizenz aufrechterhalten. Sie betrachtet ihre neurologische Expertise als wichtige Inspirationsquelle für ihre Geschichten. Die Erfahrungen aus der Patientenbetreuung fließen in die psychologischen Aspekte ihrer Charaktere ein und verleihen ihren Thrillern eine besondere Authentizität.
Literarischer Durchbruch mit psychologischen Thrillern
Cohens Durchbruch als Autorin begann mit der Veröffentlichung von „The Housemaid“ im Jahr 2022. Der psychologische Thriller über eine Haushälterin, die dunkle Geheimnisse ihrer Arbeitgeber entdeckt, wurde zum Phänomen in den sozialen Medien. Besonders auf TikTok verbreitete sich das Buch viral und erreichte ein junges Publikum, das normalerweise keine Thriller liest.
Der Erfolg von „The Housemaid“ führte zu einer ganzen Serie von Bestsellern. Cohen veröffentlichte in den folgenden Jahren mehrere Fortsetzungen und eigenständige Thriller, die alle hohe Verkaufszahlen erreichten. Ihre Bücher wurden in über 30 Sprachen übersetzt und erschienen in mehr als 50 Ländern weltweit.
Die Verfilmung von „The Housemaid“ mit prominenten Schauspielern wie Sydney Sweeney und Amanda Seyfried brachte Cohen zusätzliche Aufmerksamkeit. Die Produktion läuft derzeit, und der Film soll 2025 in die Kinos kommen. Cohen arbeitet als ausführende Produzentin an dem Projekt mit und hat maßgeblichen Einfluss auf die Adaption ihrer Geschichte.
Pseudonym schützte medizinische Karriere
Die Entscheidung für das Pseudonym Freida McFadden war strategisch motiviert. Cohen wollte ihre beiden anspruchsvollen Berufe klar voneinander trennen und ihre Position als Ärztin schützen. Sie befürchtete, dass öffentliche Aufmerksamkeit als Autorin ihre Arbeit im medizinischen Bereich beeinträchtigen könnte. Viele Ärzte stehen Nebentätigkeiten skeptisch gegenüber, besonders wenn sie so öffentlichkeitswirksam sind wie das Schreiben von Bestsellern.
Kollegen und Patienten sollten sie primär als kompetente Neurologin wahrnehmen, nicht als Thriller-Schriftstellerin. Das Pseudonym bot Schutz vor Vorurteilen am Arbeitsplatz und wahrte ihre Privatsphäre. Gleichzeitig ermöglichte es eine bessere Kontrolle über die öffentliche Aufmerksamkeit. Cohen konnte so beide Karrieren erfolgreich vorantreiben, ohne dass eine die andere überschattete.
Trotz der Geheimhaltung ihres bürgerlichen Namens blieb Cohen gegenüber ihren Lesern stets authentisch. Sie betonte, dass ihre Geschichten und öffentlichen Aussagen immer ehrlich gewesen seien. Die Trennung zwischen den beiden Identitäten war rein praktischer Natur und diente dem Schutz ihrer medizinischen Laufbahn. Jetzt, da ihre Autorenkarriere etabliert ist, fühlt sie sich bereit für mehr Offenheit.
Zukunftspläne zwischen Medizin und Literatur
Cohen plant, auch weiterhin beide Bereiche zu pflegen, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Sie arbeitet bereits an mehreren neuen Buchprojekten und möchte ihre Thriller-Serie ausbauen. Gleichzeitig will sie ihre medizinische Expertise in Form von Sachbüchern und Beratungstätigkeiten einsetzen. Die Kombination aus wissenschaftlicher Präzision und erzählerischem Talent macht sie zu einer einzigartigen Stimme in der Literaturwelt.


