Die ehemalige Reality-TV-Darstellerin Brandi Glanville musste über die Osterfeiertage eine Notfallpraxis aufsuchen, nachdem sie sich ein Stück Knoblauch im Ohr festgesteckt hatte. Die 51-Jährige hatte das ungewöhnliche Hausmittel gegen eine Erkältung ausprobiert, wie sie in ihrem Podcast berichtete. Der Vorfall ereignete sich während der Feiertage, als reguläre Arztpraxen geschlossen waren.
Hausmittel führt zu medizinischem Notfall
Glanville hatte sich bei ihrem 18-jährigen Sohn Jake eine Erkältung eingefangen. Ihr älterer Sohn Mason erzählte ihr, dass Knoblauch bei seiner letzten Erkältung geholfen habe – allerdings hatte er das Hausmittel in die Nase eingeführt. Als Glanville dies versuchte, war das Brennen jedoch so stark, dass sie davon absah und den Knoblauch stattdessen ins Ohr steckte. Sie hoffte, dadurch ihre verstopften Nebenhöhlen zu befreien und die Erkältungssymptome zu lindern.
Die Situation verschlimmerte sich schnell. Jeder Versuch, den Knoblauch selbst zu entfernen, drückte ihn nur tiefer ins Ohr. Das führte zu Reizungen und Schmerzen, die möglicherweise durch eine vorherige kosmetische Behandlung verstärkt wurden. „An normale Aktivitäten war mit dem Knoblauch im Ohr kaum zu denken“, erklärte sie ihren Hörern. Das Brennen und die Irritation machten es unmöglich, den Kopf normal zu bewegen oder zu schlafen.
Ärzte warnen vor gefährlichen Selbstbehandlungen
Medizinische Fachkräfte raten eindringlich davon ab, Fremdkörper in Ohr oder Nase einzuführen. Solche Experimente können zu Verletzungen, Infektionen oder – wie in Glanvilles Fall – dazu führen, dass der Gegenstand tiefer ins Ohr gedrückt wird und nur noch chirurgisch entfernt werden kann. Das Trommelfell und der empfindliche Gehörgang können dabei dauerhaft geschädigt werden.
Besonders problematisch wird es, wenn scharfe oder ätzende Substanzen wie Knoblauch verwendet werden. Diese können chemische Verbrennungen verursachen oder allergische Reaktionen auslösen. HNO-Ärzte behandeln regelmäßig Patienten, die sich durch solche Selbstversuche verletzt haben. Glanville warnte ihre Zuhörer davor, ungeprüfte Ratschläge aus dem Internet nachzumachen, ohne vorher einen Arzt zu konsultieren.
Alternative Behandlungsmethoden für Erkältungen
Während Knoblauch tatsächlich antimikrobielle Eigenschaften besitzt, sollte er niemals direkt in Körperöffnungen eingeführt werden. Experten empfehlen stattdessen bewährte Methoden wie Inhalationen mit Salzwasser, warme Kompressen oder den Verzehr von knoblauchhaltigen Speisen. Nasenspülungen mit isotonischer Kochsalzlösung gelten als sicher und effektiv bei verstopften Nebenhöhlen.
Auch andere natürliche Mittel wie Ingwertee, Honig oder Dampfbäder können Erkältungssymptome lindern, ohne Risiken zu bergen. Bei anhaltenden Beschwerden oder Komplikationen sollte jedoch immer professionelle medizinische Hilfe gesucht werden. Selbstbehandlung hat ihre Grenzen und kann im schlimmsten Fall zu dauerhaften Schäden führen.
Weitere gesundheitliche Probleme der TV-Persönlichkeit
Der Knoblauch-Vorfall ist nicht Glanvilles erstes gesundheitliches Drama. Seit 2023 kämpft sie mit einer anhaltenden Gesichtsinfektion, die zunächst rätselhaft war. Ursprünglich vermutete sie eine parasitäre Ursache, doch im Februar stellte sich heraus, dass beschädigte Brustimplantate der Auslöser waren. Diese Diagnose kam nach monatelanger Ungewissheit und zahlreichen erfolglosen Behandlungsversuchen.
Silikon aus den defekten Implantaten hatte sich in ihren Lymphknoten abgelagert und Entzündungen ausgelöst. Die blockierten Lymphknoten verschlimmerten die Situation zusätzlich und führten zu sichtbaren Schwellungen im Gesicht. Besonders überraschend war diese Diagnose, da die Implantate fast 20 Jahre alt waren und frühere Untersuchungen, einschließlich Mammografien, keine Auffälligkeiten gezeigt hatten.
Langwierige Suche nach der Ursache kostete Vermögen
Auf der Suche nach der Ursache ihrer Gesichtsprobleme konsultierte Glanville insgesamt 21 verschiedene Ärzte. Die unzähligen Tests, Biopsien und Spezialuntersuchungen gingen erheblich ins Geld, während die Ursache lange im Dunkeln blieb. Erst ein gezielter Ultraschall brachte schließlich Hinweise auf einen Riss in den Implantaten. Die emotionale Belastung durch die unklare Diagnose war für die TV-Persönlichkeit besonders schwer zu ertragen.
Aus ihren Erfahrungen leitet Glanville eine klare Empfehlung ab: Brustimplantate sollten regelmäßig kontrolliert und etwa alle zehn Jahre ausgetauscht werden. Sie räumte ein, diesen Schritt zu lange hinausgezögert zu haben, weil keine sichtbaren Probleme bestanden. Mit ihrer Offenheit möchte sie andere Frauen auf potenzielle Risiken aufmerksam machen und betont die Bedeutung professioneller medizinischer Beratung bei gesundheitlichen Entscheidungen. Sowohl der Knoblauch-Vorfall als auch die Implantat-Problematik zeigen, wie wichtig es ist, bei gesundheitlichen Problemen frühzeitig ärztlichen Rat zu suchen.


