Drei Jahre lang stand Alec Baldwin kaum vor der Kamera. Jetzt sagt der 68-Jährige, dass er am liebsten gar nicht mehr zurückkehren würde. In einem Interview mit dem Podcast Awards Chatter des Hollywood Reporter spricht Baldwin offen über den Wunsch, sich aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen – und über die Jahre, die ihn diese Entscheidung nahezu aufgezwungen haben.
Das Rust-Trauma und seine Folgen
Im Oktober 2021 löste sich auf dem Set des Westerns Rust ein Schuss aus einer Requisitenpistole, die Baldwin in der Hand hielt. Kamerafrau Halyna Hutchins wurde tödlich getroffen. Es folgte eine jahrelange juristische Auseinandersetzung: Baldwin wurde wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, das Verfahren wurde Mitte 2024 jedoch eingestellt, weil der Richter entschied, dass die Staatsanwaltschaft entscheidendes Beweismaterial zurückgehalten hatte. Bis zu 18 Monate Haft hatten im Raum gestanden.
Die drei Jahre zwischen Unfall und Verfahrensende verbrachte Baldwin größtenteils zu Hause – mit seiner Frau Hilaria und ihren sieben Kindern. „Ich habe in den vergangenen Jahren kaum gearbeitet“, sagt er im Podcast. „Das ändert sich gerade wieder, es stehen neue Projekte an. Aber ich habe mich daran gewöhnt, zuhause zu sein. Ehrlich gesagt will ich gar nicht mehr arbeiten. Ich will in Rente und bei meiner Familie sein.“
Eine Karriere in über 150 Rollen
Baldwins Bilanz ist beeindruckend: mehr als 150 Film- und Fernsehrollen, drei Emmy Awards, drei Golden Globes und acht Screen Actors Guild Awards. Zu seinen bekanntesten Leinwandauftritten gehören Beetlejuice, Jagd auf Roter Oktober, Glengarry Glen Ross, The Aviator und The Departed, außerdem mehrere Teile der Mission: Impossible-Reihe. Im Fernsehen war er jahrelang in der Sitcom 30 Rock zu sehen. Einem breiten Publikum bekannt wurde er zuletzt auch durch seine Imitationen von Donald Trump in Saturday Night Live.
Ob der Rückzug endgültig ist, lässt Baldwin offen. Der Wunsch danach klingt jedoch ernst gemeint.


